Über die Geschicht vom Werfen mit Spitzen der Pfeile
Vor der Zeit als das
Saxenheer nach dem Normannenreiche zog, mochte man nie den Langbogen zuvor
gesehen haben.
Erst als die Übermacht des Feindes erkannt, da wurde die so mächtige Wurfkraft
des Langbogens genutzt.
Nur durch deine Hülf hofft man, das Volk und Land befreit von Tyrannei und
Leid.
Manch ein Holz ward so
vortrefflich gut, das bis zu 300 Mannenschritt ein Bogen trug.
Aus manchem Versteck war erschossen ein Sax zur Hehl.
Und gefürchtet war der Sax vortan von allen. Dies Holz der Waffe ward gefunden
nur so selten und so rar, das nur lange Suche der Bogenmacher für die viele
Krieger genügend konnt.
So kam es nun, das all die vielen Mannen zwar wohl die Pfeile, Spitzen, Hölzer,
Köcher und auch Federn hatten, doch fehlten all die vortrefflich Holzbogen um
zu schiessen.
In Nähe wo die Boden
gemacht, dort wo die Mannen warteten bis sie gut versorgt mit all dem gut
Zeug, da nutzte man die gross Zeit, zu manchem Kruge und auch Spiel.
Wohl des Wartens über, zerbrach ein Manne seine Pfeile und hat sie auf ein
Fasse geschleudert, so das alles lief von dannen. Es waren wohl zwanzig Mann,
die nun durch die Loch gar füllten manchen Kruge. Doch als das Fass nun bezahlt
sein wollt und sich der Wirt geprellt sah und ein jeder doch getrunken hat, kam
der auf den glorreich Gedank, um die Zech zu spielen. Da waren Würfel, Münz
und bunte Karten. All Zeuch ward vergessen, all Zeuch ward alt.
Beschlossen ward zu werfen
mit den Spitzen der abgebrochenen Pfeile, auf das nun leere Fass. Man teilte das
Fass mit Kreid in soviel Teile, wie es Mannen beim Füllen der Becher waren.
So muss nun ein jeder mit abgebrochenen Pfeilen nach dem Fasse schleudern.
Nun band doch jeder eine seiner Federn an den Schaft der Spitz und warf und siegte ganz vortrefflich. So tat es nun ein jeder und sie nannten es fortan einen Dart. Wohl aus dem Gedank heraus, das wohl einst das Fasse verdart ward.
Dies Spiel ward bald so verbreitet im ganzen Land, und ein jeder Manne wollt mit dem Werfen seiner Darts die eigene Zeche mindern. So ward bald in jedem Gasthaus ein Fass mit Kreid geteilt.
Durch all die Kurzweil waren
Zeit den Saxenfeind zu stechen nicht gar so eilig.
So kam es zwar zu manche Schlacht des Normannenreichs willen, doch der Saxe
blieb und wollt doch selbst nur Frieden.
Der Sax war müd vom langen Kampf und der Saxenkönig ward schon lange tod,
erschlug in eine Manne in blutiger Schlacht.
von Edward Eliot
Quelle:
Alles über Darts von Peter Seitz erschienen im IDEA Verlag
ISBN 3-88793-078-9